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Der Weg zum guten Foto

Survey

Autofocusobjektive


Aus der Bildmitte gerücktes Motiv Aus der Mitte gerückte Motive führen bei Autofocus-Kameras häufig zu Fehlern beim Scharfstellen. Wenn das Motivzentrum nicht im Focus-Zielfeld des Suchers liegt, nehmen Sie die Scharfstellung von Hand vor; oder stellen Sie zuerst mit ausgemitteltem Motiv scharf, und wählen Sie dann mit aktivierter Einstellsperre den endgültigen Bildausschnitt.

 

Eine der faszinierendsten technischen Entwicklung der letzten Jahre sind die schnellen, präzisen und dabei nicht einmal teuren Autofocus-Kameras, die mittlerweile den Markt erobert haben. Während in der Vergangenheit nur einfache Kompaktkameras eine Autofocusfunktion besaßen, gibt es heutzutage auch hochentwickelte Autofocusobjektive für 35-mm-Spiegelreflexkameras.

Bei den Autofocusobjektiven für Spiegelreflexkameras können Sie zwischen einer Vielzahl von festen Brennweiten und Zoombereichen wählen. Achten Sie bei der Anschaffung eines Autofocusobjektivs vor allem auf das Gewicht, die Größe und die Fokussiergeschwindigkeit. Alle diese Faktoren stehen in mehr oder weniger direktem Zusammenhang erstens mit der Brennweite des Objektivs und zweitens mit der Konstruktion von Kamera und Linsensystem. Wie bei den entsprechenden Objektiven mit manuellem Focus, so gilt auch bei Autofocusobjektiven, daß Weitwinkelobjektive wesentlich leichter und schneller sind als Teleobjektive.

Autofocusobjektive Autofocusobjektive sind in praktisch allen Brennweiten erhältlich, die auch bei Objektiven mit manuellem Focus üblich sind.

Bei den Autofocusobjektiven sind zwei Kategorien zu unterscheiden: Bei den einen befindet sich der Fokussiermotor im Objektiv, bei den anderen im Kameragehäuse. Mit einem ins Objektiv integrierten Motor geht das Scharfstellen nach landläufiger Meinung ein wenig schneller als mit einem Kameramotor; allerdings sind solche Objektive im allgemeinen auch teurer, zumal man bei jeder Anschaffung eines weiteren Objektivs unweigerlich auch für den zusätzlichen Motor bezahlt. Autofocusobjektive ohne eigenen Motor sind dagegen leichter und meistens auch billiger; dafür kostet die entsprechende Kamera mit eingebautem Motor etwas mehr. Welches von den beiden Systemen nun tatsächlich das schnellere ist, ist bei den Herstellern ebenso wie bei den Fotofreunden nach wie vor heiß umstritten. Nur eines steht fest: Der Geschwindigkeitsunterschied ist für den Normalanwender vernachlässigbar.

Damit das Autofocusobjektiv auch wirklich automatisch fokussiert, muß es an eine entsprechende Kamera angeschlossen werden. Die Focussensoren befinden sich nämlich immer im Kameragehäuse; dabei spielt es keine Rolle, wo der Motor untergebracht ist. Sofern die Anschlüsse passen, können Sie ein Autofocusobjektiv auch an eine Kamera ohne Autofocus anschließen – nur müssen Sie dann eben von Hand scharfstellen. Umgekehrt gilt das gleiche: Ein Objektiv ohne Autofocus bleibt, was es ist, auch wenn es vor eine Autofocus-Kamera geschraubt wird, und selbst das ist nicht immer möglich. Sehen Sie auf jeden Fall vorher in der Bedienungsanleitung zu Ihrer Kamera nach, mit welchen Objektiven sich diese verträgt, wenn Sie sie mit einem solchen ausstatten möchten. Einige Kamerahersteller bieten außerdem Autofocus-Adapter an, mit denen ältere Objektive ohne Autofocus (vom selben Hersteller) in Verbindung mit einem neueren Autofocus-Gehäuse benutzt werden können.

Wie bei jeder guten Regel, so gibt es auch hier Ausnahmen, nämlich sogenannte Universal-Autofocusobjektive, die sowohl über einen Fokussiermotor als auch über eigene Autofocus-Sensoren verfügen. Diese Objektive eignen sich ausschließlich als Autofocusobjektive für Kameras ohne Autofocus. Sofern Sie eine solche Kamera besitzen, können Sie ohne weitere Einschränkungen das gewünschte Univeralobjektiv mit einem geeigneten Adapter an das Kameragehäuse anschließen.

Interne Fokussierung

Bei den meisten Autofocusobjektiven erfolgt die Fokussierung intern; d. h., die optischen Elemente verschieben sich im Inneren des Objektivs, ohne daß sich das äußere Rohr dabei dreht oder verlängert bzw. verkürzt. Hierdurch unterscheiden sich Autofocusobjektive prinzipiell von den meisten Objektiven mit manuellem Focus, wo sich das Objektivrohr dreht und beim Scharfstellen auf die Nähe länger wird. Auch hier gibt es wieder eine Ausnahme: Bei manchen Autofocusobjektiven (insbesondere bei Zoomobjektiven) dreht sich der Ring ganz vorn am Objektiv beim Scharfstellen mit. Das kann problematisch werden, wenn Sie mit Polarisationsfilter arbeiten, da der seine Wirkung nur in einer bestimmten Richtung voll entfalten kann. Hier bleibt Ihnen nur die eine Möglichkeit: Zuerst scharfstellen, dann den Filter aufsetzen und in die richtige Stellung drehen. Manche Objektive muß man dabei in den manuellen Modus umschalten, damit der Fokussiermotor keinen Schaden nimmt (siehe Bedienungsanleitung).