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Kleines Mädchen auf der Blumenwiese Weichzeichenfilter können für Schwarzweiß- und Farbfotos eingesetzt werden. Sie lassen das Bild leicht verschwommen aussehen, so daß es ein wenig wie eine Momentaufnahme aus einem Traum wirkt. Bei zwanglosen Porträtaufnahmen können Sie mit einem Weichzeichenfilter Kontraste und harte Übergänge auflösen und so das Gesicht des Modells ebenmäßiger und gefälliger erscheinen lassen.

Fotografin: Victoria M. Bolling KINSA /KODAK-Fotowettbewerb

Weichzeichenfilter sind in diversen Abstufungen mit unterschiedlich starker Wirkung erhältlich. Schwächere Filter verleihen den Fotos nur eine ganz dezente Unbestimmtheit, während sich bei stärkeren Filtern Schlaglichter auflösen, Farben ineinanderfließen und sich gleichsam Nebelschleier durch das Bild zu ziehen scheinen. An der Belichtung müssen bei aufgesetztem Weichzeichenfilter im Regelfall keine Änderungen vorgenommen werden, es sei denn, Sie möchten den milchigen und verschwommenen Eindruck durch einen möglichst hellen Tonumfang noch unterstreichen. In diesem Fall wäre die Belichtung zwischen einer Drittel- und einer ganzen Stufe höher anzusetzen. Weitere Angaben finden Sie in der Bedienungsanleitung zum Filter.

Vergleich: Aufnahme eines Baums mit und ohne Sternfilter Bei dieser Aufnahme wurde mit einem Sternfilter der Eindruck erzeugt, die Sonne würde hinter dem Baum stehen.

Durch Sterneffektfilter entstehen an den Lichtquellen und Spiegelungen sternförmige Scheinreflexe mit nach allen Richtungen sich ausbreitenden Strahlen. Je nach verwendetem Filtermodell haben die Sterne vier, sechs oder acht Strahlen. Durch Drehen des Filters können Sie die Richtung der Strahlen beeinflussen. Die Belichtung muß normalerweise nicht erhöht werden.

Recht ungewöhnliche Aufnahmen lassen sich auch mit einem Beugungsfilter machen. Hierbei wird das Licht von Lichtquellen und Spiegelungen regenbogenartig in bizarre Muster und bunte Farben aufgefächert. Je nach Variante des Beugungsfilters entstehen lineare Lichtstreifen in zwei, vier oder mehr Richtungen oder auch kreisförmige Farbenmuster. Auch diese Filter sind recht einfach zu benutzen, da der optische Effekt bei aufgesetztem Filter im Sucher der Spiegelreflexkamera sichtbar ist. Bei Kameras mit Direktsichtsucher müssen Sie zuerst das Motiv durch den separaten Filter betrachten und dabei durch Drehen des Filters die gewünschte Position bestimmen; anschließend setzen Sie den Filter in dieser Stellung auf das Objektiv. Auch beim Beugungsfilter ist keine Belichtungskorrektur nötig.

Vergleich: Aufnahme mit und ohne Mehrfachfilter Mit einem Mehrfach-Vorsatz erscheint das Motiv auf der Aufnahme kaleidoskopartig in einem kreisförmigen oder linearen Muster vervielfältigt. Die Anordnung des Musters richtet sich nach der Art des verwendeten Mehrfach-Vorsatzes. Richtig gut sieht das nur bei Motiven mit gleichförmigem Hintergrund aus, da sonst leicht ein großes Durcheinander entsteht.

Interessante Möglichkeiten der kreativen Bildgestaltung bieten auch Mehrfach-Objektivvorsätze mit Facettenoberfläche. Damit erschient das Motiv in mehrfacher Ausführung entweder in einer geraden Linie oder in kreisförmiger Anordnung auf der Aufnahme. Die Anzahl der Abbilder (3, 5 oder 6) sowie die Form des Musters richten sich nach dem jeweiligen Typ des Mehrfach-Vorsatzes. Durch Drehen des Vorsatzes können Sie die Anordnung der einzelnen Abbilder beeinflussen. Da auch Bildelemente in der Umgebung des Motivs mehrfach abgebildet werden, bieten sich Mehrfach-Vorsätze vor allem für Aufnahmen vor gleichförmigem oder flächigem Hintergrund mit wenig Details (Himmel, Wasser, dunkle Hintergründe usw.) an.

Da durch Mehrfach-Vorsätze und andere optische Effektfilter auch das in die Kamera einfallende Licht verzerrt wird, kann es bei Autofocus-Kameras zu Problemen mit der Bildschärfe kommen. Es empfiehlt sich daher, auf manuelle Scharfstellung umzuschalten.

Hinsichtlich der kreativen Verwendungsmöglichkeiten von Filtern und Objektivaufsätzen sind Ihrer eigenen Phantasie praktisch keine Grenzen gesetzt. Technisch ist so gut wie alles machbar. Formale Regeln sind auch nicht zu beachten – hier gilt das Motto: Schön ist, was gefällt. Lassen Sie sich einfach mal bei Ihrem Fotohändler vorführen, was es in diesem Bereich so alles gibt.

Dabei können Sie sich auch gleich eine relativ neue Entwicklung auf dem Markt einmal näher ansehen, nämlich die Filtersysteme. Diese bestehen aus einem Klemmadapter, der auf das Objektiv geschraubt wird, und einer daran befestigten Filterhalterung. In diese Halterung werden dann die Filter, zumeist quadratische Acrylscheiben, eingeschoben. Bei Ihrem Fotohändler finden Sie eine große Auswahl an Filtern für die unterschiedlichsten optischen Effekte. Filtersysteme haben den großen Vorteil, daß man die Filter auch für Objektive mit verschiedenem Aufsatzdurchmesser verwenden kann. Man benötigt lediglich einen Adapter für jedes Objektiv; die Filter selbst haben alle dieselbe Größe und können beliebig ausgetauscht werden. Dadurch muß man insgesamt wesentlich weniger investieren, wenn man viel mit diversen Filtern und unterschiedlichen Objektiven arbeitet.