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Filter
Belichtungskompensation für Filter
Filter für die Farbfotografie
Filter für die Schwarzweißfotografie
Kreative Aufnahmen mit Filtern und Objektivaufsätzen

Der Weg zum guten Foto

Survey

Filter für die Farbfotografie


Vergleich: Aufnahme mit und ohne 80A-Filter Bei diesen beiden Diaaufnahmen wurde ein Tageslichtfilm verwendet. In der Beleuchtung herrscht das Kunstlicht der Schirmlampe (Glühlampe) vor. Das unkorrigierte Foto links ist gelbstichig; bei dem mit 80A-Filter aufgenommenen Foto rechts stimmt hingegen die Farbwiedergabe. Beim Negativfilm lassen sich derartige Beleuchtungsprobleme auch beim Abziehen korrigieren.

Bei Farbfotos können Sie zumeist auf Filter verzichten, sofern Sie einen geeigneten Film für die jeweiligen Beleuchtungsverhältnisse verwenden. Es gibt allerdings einen Filter, den der Fotograf immer gerne zur Hand, nämlich den Skylight-Filter Nr. 1A. Dieser Filter reduziert die Blauhaltigkeit von Aufnahmen bei bedecktem Himmel oder im Schatten sowie die durch Ferndunst bedingte Blaustichigkeit von Landschaftsfotos über große Entfernungen und von Luftaufnahmen. Den Skylight-Filter benötigt man nur bei Farbdiaaufnahmen mit Tageslichtfilm; beim Farbnegativfilm wird der Blaustich beim Abziehen korrigiert. Der Skylight-Filter erfordert keine Belichtungskompensation.

Konversionsfilter

Wenn Sie mit einem Film arbeiten, der von seinem Typ her nicht der verwendeten Lichtquelle entspricht, benötigen Sie einen Konversionsfilter. Anhand der Konversionsfilter-Tabelle können Sie ermitteln, welcher Filter für welchen Film und welche Lichtquelle der richtige ist.

Polarisationsfilter

Ein Polarisationsfilter (Polfilter) sieht auf den ersten Blick einfach nur wie ein Stück graues Glas aus. Dabei handelt es sich um ein ausgesprochen praktisches und vielseitiges Zubehörteil, mit dem Sie beispielsweise dem Himmel auf Ihren Aufnahmen ein kräftigeres Blau verleihen oder Reflexionen aus den Aufnahmen entfernen können. Und was das graue Glas betrifft: Legen Sie einfach einmal zwei Polarisationsfilter um neunzig Grad versetzt übereinander – Sie werden staunen, was dabei passiert!

Reflexionen

Vergleich: Aufnahme mit und ohne Polfilter Motive mit spiegelnden Oberflächen, beispielsweise Glasgegenständen oder -flächen, weisen häufig störende Reflexionen auf, die sich mit einem Polarisationsfilter ganz oder zumindest teilweise beseitigen lassen.

Mit dem Polarisationsfilter können Reflexionen von glänzenden Oberflächen (außer von blankem Metall) gelöscht werden. Welche Filterstellung dabei die richtige ist, können Sie durch einfaches Ausprobieren herausfinden: Sehen Sie durch den Filter hindurch auf die reflektierende Oberfläche, und drehen Sie ihn langsam. Dabei verändern sich die Reflexionen; eventuell verschwinden Sie bei einer bestimmten Filterstellung sogar ganz. Setzen Sie den Filter in der Stellung vor das Objektiv, in der am wenigsten Reflexionen zu sehen sind.

Wenn Sie auf diesem Weise nicht zu einem zufriedenstellenden Ergebnis gelangen, verlagern Sie ihren Standpunkt oder ändern Sie den Kamerawinkel. Manchmal läßt sich die Wirkung des Polarisationsfilters dadurch verstärken.

Seine reflexionslöschende Wirkung am besten entfalten kann der Polarisationsfilter bei einem Kamerawinkel um die 35 Grad, bezogen auf die spiegelnde Oberfläche und in Abhängigkeit vom jeweiligen Oberflächenmaterial. Andere Neigungswinkel sind weniger effektiv; und bei 90 Grad hat der Polfilter überhaupt keine Auswirkung auf die Reflexionen.

Mit Gegenlicht kann man – wir haben das bereits an anderer Stelle betont – tolle Aufnahmen zaubern. Dabei hat man jedoch häufig mit starken Sonnenlichtreflexen (oder Reflexionen durch sonstige Lichtquellen) auf Wasserflächen, Laub, Booten usw. zu kämpfen. Auch hier läßt sich mit einem Polarisationsfilter viel ausrichten, mit dem zusätzlichen Vorteil, daß die Farben auf der Aufnahme durch die Verringerung der Reflexionen kräftiger werden.
Grafik: Funktionsweise des Polfilters
Die Grafik zeigt, in welchem Bereich (Band) am Himmel eine Verstärkung der Blauanteile eintritt, wenn man die Aufnahme im rechten Winkel zur Sonne macht. Sofern der Filter einen kleinen Zeigerarm besitzt, richtet man diesen auf die Sonne aus.

Blauton des Himmels verstärken

Der Polarisationsfilter läßt den Himmel auf Farbfotos in einem tieferen Blau erscheinen und hat dabei keinen Einfluß auf die sonstige Farbwiedergabe. Voraussetzung ist, daß Sie den Himmel im rechten Winkel zur Sonne fotografieren. Durch Drehen des Polarisationsfilters können Sie steuern, um wieviel kräftiger das Himmelblau dabei wird. Das tiefste Himmelblau erhalten Sie, wenn der Zeigerarm des Filters genau auf die Sonne ausgerichtet ist. Bei Filtern, die keinen Zeigerarm besitzen, können Sie den Bereich der Blauverstärkung auf folgende Weise bestimmen: Bilden Sie mit Daumen und Zeigefinger einen rechten Winkel, richten Sie den Zeigefinger auf die Sonne, und drehen Sie die Hand im Kreis. Überall dort, wohin Ihr Daumen dabei zeigt, wird der Himmel durch den Polarisationsfilter dunkler.

Die Blauverstärkung mit dem Polarisationsfilter ist bei strahlend hellem, wolkenlosem Himmel am ausgeprägtesten; bei bedecktem Himmel zeigt sich keinerlei Wirkung. Bei Schwarzweißaufnahmen können Sie Nachteffekte erzielen, indem Sie den Polarisationsfilter zusammen mit einem Rotfilter auf das Objektiv setzen.