
Von der Feinmechanik zur High-Tech Bildbearbeitung
Firmenporträt: Kodak in Österreich
George Eastman, geb. am 12. Juli 1854, war von Jugend an vom Thema Fotografie fasziniert und gründete im Jänner 1881 die Eastman Dry Plate Company in Rochester, im Bundesstaat New York. Seine Idee und deren Umsetzung, nämlich die damals aufwendige und unhandliche Fotografie einfacher zu gestalten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, war die Basis für sein Lebenswerk.
Es gibt viele Spekulationen über die Bedeutung des Wortes "Kodak" überraschenderweise handelt es sich dabei um ein reines Kunstwort. Eastman selbst suchte einen kurzen, prägnanten Namen, der in allen Sprachen gleich ausgesprochen wird und in dem sein Lieblingsbuchstabe "K" vorkommt. So entstand das Wort "Kodak", das erstmalig 1888 als Warenzeichen eingetragen wurde, und seither als Synonym für alles, was mit Fotografie zu tun hat, gilt.
1900 trat "Kodak" erstmals in Österreich in Erscheinung: unter der Patronanz der Kodak Ltd., England wurde die erste Niederlassung in der Wiener Innenstadt, am Am Graben 29 eröffnet. Von dieser Niederlassung wurde der - für damalige Verhältnisse - riesige Markt der gesamten k.u.k.-Monarchie betreut.
Weltkriege und die Zwischenkriegszeit brachten Veränderungen in der Struktur dieses Unternehmens und führten zeitweilig sogar zu Schließungen.
Nach dem 2. Weltkrieg bestand in Österreich vorerst kaum Bedarf an photographischen Materialien. Lebensnotwendige Bedürfnisse hatten in dieser Zeit Vorrang. Zu diesen gehörten aber auch Röntgenfilme für medizinische Zwecke. Mit der Übernahme der KODAK Generalvertretung durch Josef Kraus im Jahre 1949 konnten Ärzte und Spitäler endlich in ausreichender Menge mit Röntgenmaterialien versorgt werden. Andere KODAK Produkte folgten bald.
In den ersten Jahren waren die wenigen Mitarbeiter der Firma J. Kraus in Räumlichkeiten der Staatsdruckerei untergebracht. 1953 konnte dann das Haus in der Jacquingasse bezogen werden.
1960 - Komm.Rat J. Kraus trat in den Ruhestand - erfolgte dann die Wiedergründung der KODAK Gesellschaft m.b.H., geführt von Peter O. Schmidt.
Durch die ständige Erweiterung - vor allem der Labortätigkeit - waren in den folgenden Jahren immer neue Betriebsstätten notwendig geworden. Schließlich gab es 8 über ganz Wien verstreute Lokale, in denen KODAK-Mitarbeiter beschäftigt waren. Daraus ergaben sich große organisatorische Schwierigkeiten, die schließlich dazu führten, dass sich die Firmenleitung entschloss, den ständig wachsenden Erfordernissen Rechnung zu tragen und den ganzen Betrieb in einem neuen, großzügig und modern gestalteten Gebäude unterzubringen.
Mit der Eröffnung des neuen Firmensitzes in Wien 14 im März 1969, konnten jedoch alle Geschäftsbereiche wieder unter einem Dach konzentriert werden.
In diesem Gebäudekomplex ist auch das Kodak Fotolabor untergebracht. Dieses ist das größte Kodak-Labor Europas und technologisch auf dem modernsten Stand der Foto-Ausarbeitung. Kontinuierliche Investitionen in "Mensch und Maschine" ermöglichen die Kombination von höchster Qualität und schnellstmöglichen Lieferzeiten für den Endverbraucher.
Die umfangreiche Produktpalette von Kodak umfasst alles, was im weitesten Sinne mit Fotografie zu tun hat: vom klassischen Film für Foto-Amateure bis hin zu Filmmaterialien für Profifotografen, von Kino- bis zu medizinischen Röntgenfilmen, hochauflösenden Laserfilmen und digitalen Laserprinter für medizinische Anwendungen, sowie ein umfangreiches, digitales Angebot vom Labor-Service bis zur digitalen Kamera für Hobbyknipser und Profifotografen.
George Estman hat es auf den Punkt gebracht, "You press the button, we do the rest!"
|